Einen Hausbau Zeitraffer selber machen ist verlockend, weil die Hardware für ein einzelnes Projekt erschwinglich wirkt. In der Praxis trennen jedoch viele kleine Hürden den DIY Versuch vom professionell wirkenden Endvideo. Wer den Aufwand kennt, kann besser entscheiden.
Welche Hardware brauche ich, um einen Hausbau Zeitraffer selber zu machen?
Eine wetterfeste Outdoor Kamera mit IP66, ein stabiler Mast oder eine feste Wandhalterung, ein Stromkonzept entweder per Kabel oder Solarpanel und eine SIM Karte mit Datenflatrate für den Cloud Upload. Wer auf Cloud verzichtet und auf SD Karten setzt, braucht zusätzlich eine wartungsfreundliche Position für regelmäßiges Karten Tauschen. Schon dieser Punkt ist auf einer aktiven Baustelle oft schwierig.
Welche Hürden tauchen erst während der Bauzeit auf?
Drei Punkte unterschätzen viele Selbermacher. Erstens, die Belichtung über zwölf Monate hinweg ist sehr unterschiedlich, ohne automatische Korrektur flackert das Video später. Zweitens, der Standort wird oft mehrfach blockiert durch Container, Gerüste oder Materiallager. Drittens, die Schnittarbeit aus Tausenden Bildern ist deutlich aufwendiger als gedacht. Wir hatten Bauherren, die nach drei Monaten Selbstversuch zu uns gewechselt sind.
Wann lohnt sich trotzdem die Eigenregie?
Wer technikaffin ist, Zeit für die Postproduktion mitbringt und das Video nur für den engsten Familienkreis nutzen will, kann mit einer guten Mittelklasse Kamera ein brauchbares Ergebnis bekommen. Sobald das Video aber für Marketing oder Bauherrengalerien gedacht ist, lohnt sich der Schritt zu einem Premium Anbieter.