Welche Hosting Plattform für einen Baustellenzeitraffer taugt, entscheidet im Ernstfall über die ganze Bauakte. Eine ungeeignete Cloud verliert Bilder, kommt mit großen Datenmengen nicht klar oder verstößt gegen die DSGVO. Die Wahl der Plattform sollte deshalb mindestens so sorgfältig sein wie die Auswahl der Kamera.
Was muss eine gute Hosting Plattform leisten?
Drei Kernfunktionen sind Pflicht. Erstens, ein zuverlässiger Upload aus der Kamera über LTE, idealerweise mit lokalem Zwischenspeicher als Fallback bei Verbindungsabbrüchen. Zweitens, georedundante Speicherung in einem europäischen Rechenzentrum, um DSGVO Konformität zu garantieren. Drittens, ein Cockpit für die Bauleitung, in dem Bilder live abrufbar sind und Zeitraum Ansichten möglich werden. Standard FTP Server reichen dafür nicht aus.
Welche Anbieter Modelle gibt es am Markt?
Es gibt grob drei Wege. Generische Cloud Speicher wie Dropbox sind günstig, aber für strukturierte Bildverwaltung ungeeignet. Spezialisierte SaaS Plattformen für das Hosting von Baustellenzeitraffern bieten meist alles aus einer Hand. Die dritte Option sind Komplettpakete von Anbietern wie Blickwächter, bei denen Hardware, Cloud, Wartung und Schnitt im Inklusivpaket stecken. Die Entscheidung hängt davon ab, wie viel Eigenarbeit der Kunde übernehmen will.
Welche typischen Fehler gilt es zu vermeiden?
Der häufigste Fehler ist eine „Nicht EU“ Cloud, die spätestens beim DSGVO Audit zum Problem wird. Auch fehlende Backup Strategie kommt oft vor. Wir hatten einen Kunden, der nach einem Cloud Provider Wechsel einen ganzen Monat Bilder nachträglich aus der Kamera SD Karte ziehen musste, weil keine Sicherung lief. Eine professionelle Hosting Plattform spiegelt täglich automatisch in ein zweites Rechenzentrum.