Lohnt sich eine 12K Zeitrafferkamera für die Baustelle wirklich? Auf dem Datenblatt klingt das nach der ultimativen Lösung. In der Praxis ist 12K aktuell jedoch deutlich überdimensioniert für die meisten Bauprojekte und bringt mehr Komplikationen als Vorteile.
Was bedeutet 12K technisch beim Zeitraffer?
12K beschreibt eine Auflösung von etwa 12288 mal 6480 Pixeln. Das ist die neunfache Pixelzahl von 4K. Damit lassen sich Bilder extrem stark zoomen, ohne dass die Schärfe leidet. Auch für sehr große Kino Leinwände oder besondere VR Anwendungen bietet 12K echte Vorteile. Im normalen Web oder TV Kontext ist der Unterschied zu 6K kaum sichtbar.
Welche Nachteile bringt 12K mit sich?
Drei Punkte stören in der Praxis. Erstens, die enormen Datenmengen, die täglich in die Cloud transferiert werden müssen. Zweitens, die teure Hardware, die deutlich über den Kosten von 6K liegt. Drittens, der hohe Stromverbrauch, der das Solar Konzept oft an seine Grenzen bringt. Wer alle drei Punkte ehrlich rechnet, kommt fast immer zu einer Empfehlung für 6K oder 8K.
Welche Alternative ist meist sinnvoller?
Eine 6K Panoramakamera mit 220° Sichtfeld bietet das deutlich bessere Verhältnis aus Detailtreue und Praktikabilität. Sie liefert genug Auflösung für nahezu jeden Endzweck, läuft autark mit Solar und LTE und überträgt Bilder ohne Cloud Engpass. Wir hatten exakt eine Baustelle in den letzten drei Jahren, bei der 12K wirklich nötig gewesen wäre. Bei den anderen 80 Projekten reichten 6K oder weniger völlig aus.