Ein Baustellenzeitraffer als 360 Grad Video ist die nächste Stufe nach klassischem Panorama. Statt eines breiten Bildausschnitts entsteht eine kugelförmige Aufnahme, in der der Zuschauer die Perspektive selbst drehen kann. Das ist faszinierend für VR Anwendungen, hat aber auch Grenzen.
Wie funktioniert ein 360 Grad Zeitraffer technisch?
Spezielle 360 Grad Kameras nehmen mit zwei oder mehr Fischaugen Objektiven die komplette Umgebung gleichzeitig auf. Die Bilder werden direkt im Gerät zu einer kugelförmigen Aufnahme zusammengerechnet. Im Zeitraffer entsteht daraus später ein Video, in dem der Zuschauer per Maus oder Touch die Perspektive frei wählen kann. Plattformen wie YouTube oder Facebook unterstützen das Format direkt.
Wann lohnt sich 360 Grad gegenüber Panorama?
Drei Anwendungen rechtfertigen den höheren Aufwand. Erstens, VR Brillen Anwendungen, in denen der Zuschauer mitten im Geschehen steht. Zweitens, interaktive Webseiten, in denen der Besucher selbst die Perspektive wählen kann. Drittens, Bauleitungs Cockpits, in denen verschiedene Blickwinkel jederzeit abrufbar sein müssen. Für klassische Marketingvideos auf YouTube ist 360 Grad meist überdimensioniert.
Welche Hardware kommt zum Einsatz?
Klassische 360 Grad Kameras von Insta360 oder Ricoh Theta bieten gute Bildqualität für mittlere Anwendungen. Im Profi Bereich kommen meist Spezialkameras mit höherer Auflösung zum Einsatz. Eine 6K Panoramakamera mit 220° Sichtfeld liefert für die meisten Bauprojekte das bessere Bild Aufwand Verhältnis, weil sie den größten Teil der Szene erfasst, ohne die Komplexität einer echten 360 Grad Aufnahme.