Eine Strategie für den Diebstahlschutz einer Kamera auf der Baustelle aufzubauen ist heute Pflicht, kein Bonus. Premium Kameras sind ein attraktives Diebstahlziel, weil sie Hochpreisig, gut verwertbar und meist exponiert positioniert sind. Wer nur auf Glück hofft, holt sich ärger.
Welche mechanischen Maßnahmen schrecken Diebe ab?
Drei Maßnahmen wirken zuverlässig. Erstens, Montage in mindestens vier Metern Höhe, das macht Schnellzugriff ohne Leiter unmöglich. Zweitens, Stahlgehäuse mit Spezialschrauben, die nur mit besonderem Werkzeug gelöst werden können. Drittens, ein verschweißter oder vergossener Mast, der nicht einfach umgesägt werden kann. Schon diese Kombination schreckt 90 Prozent aller Gelegenheitsdiebe ab.
Welche elektronischen Schutzmaßnahmen ergänzen das?
Ein integrierter GPS Tracker meldet sofort, wenn die Kamera bewegt wird. Ein Bewegungssensor löst Live Übertragung an einen Wachdienst aus. Außerdem wird das letzte Bild vor Diebstahl automatisch in der Cloud gesichert, sodass sich der Vorfall später nachvollziehen lässt. Wir haben mehrfach gestohlene Hardware durch GPS Tracking innerhalb weniger Stunden wiedergefunden.
Welche Lehren ziehen wir aus echten Diebstahlsfällen?
In zehn Jahren hatten wir genau drei tatsächliche Kamera Diebstähle. In allen drei Fällen war die Hardware in unter zwei Metern Höhe montiert oder ohne Stahlgehäuse befestigt. Seit wir konsequent vier Meter Mindesthöhe und Spezialschrauben fordern, ist der vierte Fall ausgeblieben. Ein guter Diebstahlschutz für die Kamera auf der Baustelle startet beim Mast, nicht bei der Versicherung.