Wer das Intervall für einen Baustellenzeitraffer berechnen will, sollte drei Variablen kennen. Die Bauzeit in Tagen, die gewünschte Filmlänge in Sekunden und die geplante Bildrate des fertigen Videos. Aus diesen drei Werten ergibt sich automatisch der Aufnahmeabstand zwischen zwei Bildern. Wer das einmal verstanden hat, kann jedes Setup selbst grob planen.
Welche Faktoren gehen in die Intervall Berechnung ein?
Die Projektdauer ist der größte Faktor. Eine Baustelle über sechs Monate erzeugt bei einem Intervall von zehn Minuten rund 26000 Bilder, bei dreißig Minuten nur etwa 8500. Auch die gewünschte Filmlänge spielt mit. Soll das Video drei Minuten laufen bei 25 Bildern pro Sekunde, brauchen wir 4500 Frames im fertigen Material. Aus diesen Werten lässt sich rückwärts der ideale Aufnahmerhythmus rechnen.
Welche Formel hilft als Daumenregel?
Eine bewährte Faustformel für das Intervall lautet: Bauzeit in Minuten geteilt durch gewünschte Frames im Endvideo ergibt das Intervall. Ein halbes Jahr Bauzeit entspricht rund 260000 Tagesminuten. Geteilt durch 4500 gewünschte Frames ergibt das ein Intervall von etwa 60 Minuten. Bei kurzen Bauphasen mit viel Bewegung wie Kran Aufbau lässt sich kurzzeitig auf zehn Minuten verkürzen, dann später wieder strecken.
Welche zwei Praxiswerte funktionieren in fast jedem Fall?
In der Praxis hat sich die Set and Forget Logik durchgesetzt. Bei Projektlaufzeiten bis zu zwölf Monaten arbeiten wir konstant mit zehn Minuten Intervall, bei längeren Projekten mit dreißig Minuten. Diese beiden Werte sparen Cloudspeicher, vermeiden Brüche im Bildfluss und ersparen das ständige Umkonfigurieren. Die rechnerische Faustformel hilft beim ersten Aufschlag, die zwei Praxiswerte tragen am Ende durch das gesamte Projekt.