Zeitraffer Intervall richtig wählen für einen flüssigen Bildfluss in jeder Bauphase.

Wie wählt man das richtige Intervall für einen Baustellenzeitraffer aus?

In der Theorie liest man oft, das Aufnahmeintervall müsse je nach Bauphase ständig nachjustiert werden. In der Praxis sieht das anders aus. Ein Baustellenzeitraffer läuft am verlässlichsten nach dem Prinzip Set and Forget. Wer einmal den richtigen Mittelwert wählt, bekommt am Ende ein durchgängiges Video mit gleichmäßigem Bildfluss und spart sich das ständige Umkonfigurieren. Aus über zehn Jahren Praxiserfahrung haben sich dabei zwei Kenngrößen herauskristallisiert, die das Thema sehr sauber herunterbrechen.

Welche zwei Kenngrößen reichen in der Praxis?

Bei einer Projektlaufzeit bis zu zwölf Monaten arbeiten wir grundsätzlich mit einem Intervall von zehn Minuten. Das ist der gesunde Kompromiss: datentechnisch nicht zu überladen, aber auch nicht zu dünn, um dynamische Bauphasen wie den Rohbau ohne sichtbare Sprünge abzubilden. Geht das Projekt über zwölf Monate hinaus, etwa bei Brücken, Krankenhäusern oder Werkserweiterungen, schalten wir auf dreißig Minuten. Die größere Spreizung verhindert, dass am Ende Hunderttausende Bilder zu einem zähen Dauerlauf werden, ohne dass spürbare Bauereignisse verloren gehen. Mit diesen zwei Werten lässt sich nahezu jedes Projekt sauber planen.

Warum ist Set and Forget der bessere Weg?

Ein Zeitraffer lebt vom gleichmäßigen Rhythmus. Wer zwischendurch das Intervall ändert, erzeugt Brüche im fertigen Video, die der Cutter später mühsam ausgleichen muss. Außerdem fällt in der Praxis kaum jemandem rechtzeitig auf, wann eine Bauphase wechselt. Die Anpassung käme oft zu spät, der spannendste Hubvorgang ist dann längst vorbei. Wir hatten genug Projekte, in denen Bauleiter genau diese Mikrooptimierung wollten und am Ende doch dankbar waren, dass die Anlage einfach konstant durchgelaufen ist.

Was passiert bei zu kurzem oder zu langem Intervall?

Ein zu kurzes Intervall produziert riesige Datenmengen, die später Cloudspeicher und Schnittzeit binden, ohne dass das fertige Video davon profitiert. Ein zu langes Intervall führt dagegen zu hektischen Sprüngen, weil zwischen den Aufnahmen zu viel passiert ist. Genau deshalb sind die zehn beziehungsweise dreißig Minuten so gut eingespielt. Sie liegen in beiden Richtungen weit genug von den Schmerzgrenzen entfernt, um auch Sonderfälle wie Wochenendpausen oder unvorhergesehene Stillstandsphasen abzufedern, ohne dass der gesamte Plan ins Wanken gerät.

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