Ein Timelapse auf der Baustelle bedeutet, dass eine fest installierte Kamera über Wochen oder Monate hinweg in regelmäßigen Abständen Einzelbilder aufnimmt. Diese Tausende von Aufnahmen werden später zu einem Video zusammengerechnet, in dem ein halbes Jahr Bauzeit auf wenige Minuten zusammenschmilzt. Was nüchtern klingt, hat eine starke emotionale Wirkung. Man sieht buchstäblich, wie aus dem Nichts ein Gebäude entsteht.
Was passiert technisch bei einem Timelapse auf der Baustelle?
Eine 12MP Zeitrafferkamera oder eine 6K Panoramakamera mit 220° Sichtfeld nimmt im voreingestellten Intervall ein Bild auf, je nach Bauphase alle zehn bis dreißig Minuten. Die Bilder werden direkt über LTE in eine DSGVO konforme deutsche Cloud geladen. Dort werden sie sortiert, auf Belichtung optimiert und am Projektende zu einem Video gerendert. Das fertige Material läuft in der Regel zwischen 60 und 180 Sekunden.
Welche konkreten Vorteile bringt der Timelapse?
Drei Vorteile schlagen alles. Erstens, ein hochemotionales Marketingvideo, das auf Webseiten, Social Media und Pitches sofort funktioniert. Zweitens, eine ehrliche Bauakte, in der Lieferungen, Bauphasen und Wetterereignisse zeitgenau dokumentiert sind. Drittens, ein Cockpit Zugang, in dem die Bauleitung jederzeit den aktuellen Stand sieht, ohne vor Ort zu sein. Wir haben Bauleiter, die ihre Sonntagskontrollen komplett vom Sofa aus erledigen, seit sie unser Cockpit nutzen.
Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Start?
Idealerweise startet der Timelapse vor dem ersten Spatenstich. Schon der Erdaushub liefert eindrucksvolle Bilder, die später im fertigen Video kaum zu ersetzen sind. Wer erst nach dem Rohbau beginnt, verschenkt die spektakulärsten Phasen. Auch beim Standort lohnt es sich früh zu planen, weil später aufgestellte Container oder Krane den Blick verstellen können. Ein kurzer Vor Ort Termin in der Planungsphase reicht meist aus, um die richtige Position zu finden.